Ganz schön was los auf der Insel: Zahlreiche Straftaten füllen die Mallorca-Zeitung

von Rainer Pohlen

Zu Hochzeit eines spanischen Kollegen bin ich für ein paar Tage auf der Deutschen liebste Insel gehopst und konnte das noch mit ein paar Mandantengesprächen kombinieren. Gerade liegt die deutschsprachige Mallorca-Zeitung, eine Schwesterzeitung des “Diario de Mallorca”, aufgeschlagen vor mir und Berichte über Straftaten, an denen zum Teil auch Deutsche Staatsbürger beteiligt sind oder waren, knubbeln sich.

Unter dem Titel “Vier Hochzeitung und ein Todesfall” wird über den vor einem Monaten im Alter von 64 Jahren verstorbenen Mallorca-Residenten Manfred D. berichtet, den seine Lebensgefährtin auf dem Sterbebett anflehte, sie doch schnell noch zu heiraten, damit sie Witwenrente beziehen könne. Das ging allerdings nicht, denn ihr Liebster gestand ihr, dass er in den letzten Jahren gleich viermal geheiratet hat und zumindest eine Ehe hatte auf dem Papier wohl noch Bestand. Vielleicht waren es auch mehrere, Bigamie, Trigami, Cuatrogamie (gibt´s das?), so richtig ergibt sich das nicht aus dem Beitrag. Bei den Ehefrauen handelte es sich ziemlich mittellose Einwanderinnen aus Ecuador und Nigeria, die trotzdem bis zu 6.000 Euro für die Scheinehen an D. gezahlt haben. Von einigen soll er auch sexuelle Dienstleistungen als Entgelt bekommen haben. Mittels Ehe und Scheinarbeitsverträgen bekamen die Frauen schließlich Aufenthaltserlaubnisse, mit denen sie dann in die Schweiz weiterzogen, um dort zu arbeiten. Anscheinend war D. in ein kriminelles Netzwerk eingebunden, die Ermittlungen laufen noch.

Kathedrale Son Seu, Palma de Mallorca

Der ebenfalls 64-jährige Axel H. aus Canyamel, auch ein deutscher Staatsbürger, sitzt im Gefängnis, weil er schon 2012 seine zwei Jahre ältere Lebensgefährtin in ihrem Bett mit einer Lampe erschlagen und dann auf dem Grundstück unter einem Stein begraben haben soll. Er war danach nach Bangkok und Manila gereist und hatte erst später Hinweise auf den Fundort der Leiche gegeben ...

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