Public Viewing zur WM (1) – Mit oder ohne Lizenz?

von Johannes Arnhold

In wenigen Wochen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Der Anpfiff einiger Spiele ist durch die Zeitverschiebung teilweise erst spät am Abend, dennoch steht dem gemeinsamen Fußballerlebnis – kurz: Public Viewing – auch in diesem Sommer wohl nichts im Wege. Für Veranstalter sind dabei einige rechtliche Vorgaben der FIFA zu beachten – oder doch nicht?

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Für Veranstalter stellt sich zuächst die Frage, ob sie für ein Public-Viewing-Event eine Lizenz benötigen oder nicht. Darüber hinaus ist natürlich interessant, welche Kosten für eine Lizenz anfallen. Die FIFA hat als Veranstalter der Fußballweltmeisterschaft ein Reglement aufgestellt, dass die öffentliche Übertragung von WM-Spielen näher ausgestaltet, das sog. FIFA-Reglement für Public-Viewing-Veranstaltungen.

Gewerbliche und nicht-gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltungen

Dabei wird zwischen gewerblichen und nicht gewerblichen Public-Viewing-Veranstaltungen unterschieden. Eine gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltung liegt demnach vor, wenn der Veranstalter diese zu gewerblichen Zwecken durchführt. Nach FIFA-Definition ist das der Fall, wenn

    • für die Vorführung der Übertragung direkt oder indirekt Eintrittsgelder verlangt werden und/oder
    • im Zusammenhang mit der Veranstaltung Sponsoring- oder andere gewerbliche Assoziierungsrechte genutzt werden und/oder
    • aus der Veranstaltung in anderer Form ein geschäftlicher Nutzen erzielt wird

Dagegen soll es sich um eine Public-Viewing-Veranstaltung als nicht gewerbliche Public-Viewing-Veranstaltung handeln, wenn der Veranstalter mit der Veranstaltung in keiner Form einen geschäftlichen Nutzen erzielt ...

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