Gesetzliche Erbfolge nach einer Scheidung

von Nadine Hinrichsen

Mit einer wirksamen Ehescheidung entfällt auch das gesetzliche Erbrecht des früheren Ehepartners. Während des Bestehens der Ehe errichtete Testamente und andere letztwillige Verfügungen zugunsten des anderen Partners werden unwirksam. So selbstverständlich scheinen die rechtlichen Regelungen, und doch bieten sie einige Fallstricke – vor der Scheidung und danach.

Kein gesetzliches Erbrecht – und zwar schon vor der Scheidung

In der Tat fallen mit der Scheidung rechtlich die Grundlagen für das Erbrecht der Ehegatten fort, und dasselbe gilt auch für Pflichtteilsansprüche sowie ggf. für den Anspruch auf zum ehelichen Haushalt gehörende Gegenstände, den Voraus des Ehegatten (§ 1932 BGB). Darüber hinaus ist allerdings das Ehegattenerbrecht schon vor dem eigentlichen Zeitpunkt der Scheidung dann ausgeschlossen, wenn der Erblasser die Scheidung beantragt oder ihr zugestimmt hat und die Voraussetzungen für eine Scheidung gegeben waren (§ 1933 BGB). Dies hat in einem jüngeren Beschluss auch das Oberlandesgericht Celle bestätigt (Az. 6 W 106/13) in einem Fall, in dem die überlebende frühere Frau eines Erblassers gegen die gesetzliche Erbfolge zweier Kinder ihres früheren Mannes vorgehen wollte ...

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