Kündigung erhalten - Was nun? – Was tun?

von Hannes Burkert

1. Kühlen Kopf behalten

Häufig reagieren Mitarbeiter auf eine Kündigung emotional – das ist natürlich nachvollziehbar – zielführend ist es aber in der Regel nicht. Besser ist es, sich richtig beraten zu lassen um keine Fehler zu machen.

2. Der erste Weg führt zur Agentur für Arbeit

Haben Sie eine Kündigung erhalten sollten Sie sich so schnell wie möglich bei Ihrer Agentur für Arbeit persönlich arbeitsuchend melden. Das muss innerhalb von drei Tagen geschehen gerechnet ab Erhalt der Kündigung. Es kommt nicht darauf an, ob Ihnen Arbeitslosigkeit erst Monate später droht bspw. durch eine lange Kündigungsfrist. Grund: Die Arbeitsagentur soll für Sie so früh wie möglich einen neuen Arbeitsplatz finden.

3. Der Betriebsrat – Freund und Helfer

Mit der Kündigung wird eine Vielzahl von Fristen in Gang gesetzt. Gibt es bei Ihnen einen Betriebsrat so können Sie dort Einspruch gegen die Kündigung einlegen. Das steht in § 3 Kündigungsschutzgesetz:

„Hält der Arbeitnehmer eine Kündigung für sozial ungerechtfertigt, so kann er binnen einer Woche nach der Kündigung Einspruch beim Betriebsrat einlegen. Erachtet der Betriebsrat den Einspruch für begründet, so hat er zu versuchen, eine Verständigung mit dem Arbeitgeber herbeizuführen. Er hat seine Stellungnahme zu dem Einspruch dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber auf Verlangen schriftlich mitzuteilen.“

Bitte erwarten Sie aber nicht zu viel. Ein Einspruch führt nur ganz selten zum Erfolg. Da der Betriebsrat häufig gut vernetzt ist kann er Ihnen aber zumindest weitere Informationen geben. Und Informationen sind im Hinblick auf ein Kündigungsschutzverfahren regelmäßig bares Geld wert bzw. können Ihren Job retten.

4. Anwaltlich beraten lassen - Chancen einer Klage ausloten

Wollen Sie gegen eine Kündigung vorgehen müssen Sie das unbedingt innerhalb von drei Wochen machen ...

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