Rezension Zivilrecht: Das deutsche Finanzsystem

von Dr. Benjamin Krenberger

Jaschinski, Das deutsche Finanzsystem – Achillesferse der Wirtschaft?, 1. Auflage 2011, Schäffer-Poeschel


Von David Eckner, Düsseldorf



Mit dem Titel „Das deutsche Finanzsystem – Achillesferse der Wirtschaft“ von Dr. Siegfried Jaschinski, erschienen bei Schäffer-Poeschel in 2011, liegt eine Retrospektive im Blickfeld, die nicht nur kritisch die letzte Finanzmarktkrise in 2007/2008 reflektiert, sondern auch Bankensystem und Wertpapiermärkte in den realwirtschaftlichen Kontext rückt. Geschrieben wird aus der Feder eines erfahrenen Praktikers: Dr. Siegfried Jaschinski, gegenwärtig Vorstand und Aktionär der MainFirst Bank AG in Frankfurt a.M., schaut auf eine langjährige Karriere als Banker zurück, darunter u.a. in Führungspositionen bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die erheblich durch die zurückliegende Finanzmarktkrise getroffen und seither mit der Verarbeitung der Nachwirkungen beschäftigt ist.


Das Brevier „Das deutsche Finanzsystem – Achillesferse der Wirtschaft?“ geleitet den Leser auf rund einhundertvierzig Seiten durch die Anatomie der organisierten Geldmärkte in Deutschland, mit einem kurzen Seitenblick auf benachbarte Systeme (vgl. „Bankensysteme europäischer Länder im Vergleich“, S. 87 ff.). Die Struktur der Publikation ist fast anatomisch-chronologisch: Appellierend und vorzeichnend beginnt Jaschinski unter dem plakativen Titel „Die Finanzierung der Wirtschaft durch Banken und Wertpapiermärkte“ (vgl. S. 11 ff.) die Reise durch das Bankensystem mit einem realwirtschaftlichen Konnex (etwa „Banken und Börsen sind für die Wirtschaft da“, vgl. S. 11). Eingedenk dieser in der Finanzmarktkrise und dessen Nachwehen häufig ins Feld geführten These führt der Autor der „Beeinträchtigung des Bankensystems durch den Einfluss von Marktrisiken“ (vgl. S. 23 ff ...

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