Kindergeld: Volljährige müssen ausbildungswillig sein

Um auch über die Volljährigkeit hinaus Kindergeld zu kassieren, müssen die leistungsberechtigten Eltern nachweisen können, dass ihr Kind sich zumindest um eine Ausbildung bemüht. Ist der Sohn nicht ohnehin schon als arbeitssuchend registriert, muss er mit Bewerbungen und gegebenenfalls Absagen seine Mühen detailliert nachweisen. Eine Bewerbung pro Monat zu schreiben reicht jedenfalls nicht aus, um Kindergeld zu bekommen, urteilt das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az. 6 K 6346/10). Nach dem Hauptschulabschluss ihres Sohnes bekam die Mutter von der Familienkasse weiterhin Kindergeld, da sie dem Amt Praktikumsnachweise und erfolglose Bewerbungsschreiben vorlegte. Circa drei Jahre später teilte die Arbeitsagentur der Familienkasse mit, dass der Sohn sich schon kurz nach seinem Schulabschluss nicht mehr in der Berufsberatung befand. Die Behörde forderte die Mutter daher auf, die Bemühungen ihres Sohnes für einen Ausbildungsplatz nachzuweisen. Darauf reagierte sie erst, als die Familienkasse damit drohte, das gezahlte Kindergeld der seitdem vergangenen drei Jahre von fast 6.000 Euro zurückzufordern ...Zum vollständigen Artikel


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