Unverhältnismäßigkeit von Mangelbeseitigungskosten

Zeigen sich nach einem Immobilienerwerb Mängel am Grundstück oder Gebäude, stellt sich schnell die Frage, wer hierfür haftet. Der Kaufer wird versuchen, die Haftung auf den Verkäufer abzuwälzen. Problematisch sind vor allem teuere, an den Grundstückswert heranreichende Mängel. Hierzu hat der BGH nun eine Entscheidung getroffen.

Im Fall ging es um mit einem Mietshaus bebautes Grundstück (Kaufpreis von 260.000 €). Die erforderliche SChwammsanierung sollte 89.129,86 € plus Minderwert von 45.000 € kosten. Nach Durchführung der Sanierungsarbeiten kamen weitere Kosten von 499.728,86 € hinzu. Der Verkäufer verweigerte die Zahlung.

Die Haftung für den Schaden war vermutlich nicht sonderlich problematisch – die Pressemitteilung des BGH gibt hierzu nichts her. Vielmehr ging es um die Frage, ob der Verkäufer die Mangelbeseitigung bzw. die Kostentragung wegen Unverhältnismäßigkeit verweigern durfte ...

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