Vaterschaftsanfechtung

von Nadine Hinrichsen

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Vaterschaftsanfechtung
Wird ein Kind während Ehe geboren, gilt gemäß § 1592 BGB der Ehemann erst einmal als Vater.

§ 1592 BGB Vaterschaft
Vater eines Kindes ist der Mann,
1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 182 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.

Probleme ergeben sich dann, wenn z.B. A und B noch verheiratet sind, sich aber gerade im Trennungsjahr befinden und A von X (dem neuen Freund) schwanger ist und die Geburt noch in dem Trennungsjahr stattfindet.
Rein gesetzlich wird dann wie oben erwähnt der B zunächst als Vater anerkannt.
B hat nun die Möglichkeit die Vaterschaft nach der Geburt gemäß § 1600 BGB anzufechten. Dies muss er innerhalb einer zwei Jahres Frist machen. Die Frist beginnt mit Kenntnis von allen Umständen des Berechtigten die gegen die Vaterschaft sprechen, aber nicht jedoch vor der Geburt des Kindes.

§ 1600 BGB Anfechtungsberechtigte
(1) Berechtigt, die Vaterschaft anzufechten, sind:
1. der Mann, dessen Vaterschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593 besteht,
2. der Mann, der an Eides statt versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben,
3. die Mutter,
4. das Kind und
5. die zuständige Behörde (anfechtungsberechtigte Behörde) in den Fällen des § 1592 Nr. 2. […]

Die Frist ist somit eine reine Überlegungs- und Entscheidungsfrist, in der der Anfechtungsberechtigte oder mögliche Vater nachdenken sollte, ob er das Kind als ein leibliches Kind akzeptiert oder nicht ...

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