Nächster Halt: Braunschweig

von Johannes Arnhold

Das bevorstehende Niedersachsenderby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 erhitzt spätenstens seit der Rückkehr der Löwenstädter die Gemüter; neuerdings beschäftigt es auch die Richter des Amtsgerichts Hannover. Hintergrund ist die große Rivalität der beiden niedersächsichen Traditionsvereine und die daraus resultierende Sicherheitsstrategie von Polizei und Veranstalter.

Teil dieser Strategie ist neben der Durchführung sog. Vorfeldmaßnahmen (z.B. Hausdurchsuchungen bei “Problemfans” etc.) und einem hohen Polizeiaufkommen von ca. 3300 Beamten auch der Einsatz von 50 Sonderbussen, die die Gästeanhänger in Konvois und eng bewacht nach Braunschweig bringen sollen. Auf diese Maßnahmen verständigten sich Hannover 96, das Niedersächsische Innenministerium, die Polizei und der gastgebenden Club Eintracht Braunschweig. Damit dieses Reiseangebot auch angenommen wird, hat Hannover 96 den Erwerb der Tickets an die Bedingung geknüpft, dass die Anreise nach Braunschweig für die Fans mit dem Bus erfolgen muss. Rein praktisch soll die Einhaltung dieser Bedingung durch das Aushändigen der Karten erst im Bus umgesetzt werden.

Nach Auffassung eingefleischter 96-Fans geht der Verein damit zu weit. Die Folge: Zehn Inhaber einer sog. „Dauerauswärtskarte”, die bereits vor Saisonbeginn erworben werden kann und zum Besuch sämtlicher Auswärtsspiele unter Einbeziehung der selben Allgemeinen Geschäftsbedingungen berechtigt, stellten vor dem zuständigen AG Hannover Eilanträge auf Erlass einstweilliger Verfügungen – und bekamen nun Recht. Das Amtsgericht gab den Anträgen unter dem Az ...

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