Der Regress beim Anwaltsregress

Der Regress beim Anwaltsregress 4. April 2014 Categories:

Niemand ist frei von Fehlern, auch Anwälte machen nicht immer alles richtig. Verzweifelt war jedoch unsere Mandantin die uns beauftragen musste, Regress bei dem Rechtsanwalt zu nehmen, den sie beauftragte, ihren ursprünglichen Rechtsanwalt in die Haftung zu nehmen. Regelmäßige Fortbildung und die Beachtung von Rechtsprechungsänderungen durch Lektüre der einschlägigen Fachzeitschriften ist für den Rechtsanwalt Pflicht.

Rechtsanwalt A hat unsere Mandantin in den Jahren 2006 und 2007 in einem Kündigungsschutzverfahren vor dem Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht vertreten. Dieses Verfahren wurde in 2. Instanz gewonnen. Folge war, dass für die Zeit des Verfahrens eine Lohnnachzahlung aufgrund von Annahmeverzug hätte bezahlt werden müssen. Der zwischen dem damaligen Arbeitgeber und der Klägerin vereinbarte Arbeitsvertrag sah eine Bezugnahme auf einen Tarifvertrag mit einer Ausschlussfrist von 3 Monaten vor. Nach der 2006/2007 herrschenden Rechtsprechung hätte eine Geltendmachung binnen dieser 3 Monate erfolgen müssen, weder hat dies Rechtsanwalt A erledigt, noch hat er unsere Mandantin hierauf hingewiesen. Rechtsanwalt A ist vielmehr “verschwunden”, erst nach Fristablauf hat unsere Mandantin Kenntnis davon erhalten, dass die Ausschlussfrist auch auf die vorliegende Konstellation anwendbar war. Rechtsanwalt A hätte das Problem vermeiden können, indem er während der beiden Instanzen auch die Annahmeverzugslohnansprüche gerichtlich geltend gemacht hätte.

Nachdem Rechtsanwalt A nicht mehr greifbar war, wurde Rechtsanwalt B beauftragt um sich um die Ansprüche der Mandantin zu kümmern. Rechtsanwalt B erkannte sofort die Fehler des Rechtsanwalt A und hat die Mandantin folgerichtig darauf hingewiesen, dass hier die Berufshaftpflichtversicherung des Rechtsanwalt A einspringen hätte müssen ...

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