Wen schützen die Berufsgeheimnisse?

Als Hüterin von Privatsphäre und Berufsgeheimnissen ist das Bundesgericht wahrlich nicht bekannt. In einem neuen Urteil (BGer 1B_303/2013 vom 21.03.2014) schlägt es m.E. eine weitere Lücke in den Schutz von Geheimnisherren, deren Geheimnisse in einem Strafverfahren, mit dem sie nichts zu tun haben, offenbart werden. Ausgangspunkt der Offenlegung ist die sicher richtige Regel, dass sich ein Berufsgeheimnisträger nicht hinter dem Berufsgeheimnis verstecken kann, wenn er selbst Beschuldigter ist.

Diese Regel kann doch aber nicht dazu führen, dass nicht involvierte Dritte – Sie und nicht primär den Anwalt schützt doch das Berufsgeheimnis – dem Zugriff der Behörden ausgesetzt sind. Das aber ist wohl die Konsequenz des Bundesgerichts:

Für die versiegelten Kontenunterlagen (des für anwaltliche Transaktionen geführten Kontos) besteht kein absolutes Beschlagnahme- bzw. Entsiegelungshindernis. Zwar wird im neuen Art. 264 Abs. 1 lit. d StPO (in Kraft seit 1 ...

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