Küchenherd kann Wohnung in Brand setzen

Das Oberlandesgericht Naumburg hat mit Urteil vom 11. November 2013 entschieden, dass nicht grob fahrlässig handelt, wer an seinem Küchenherd beim Einschalten des Backofens versehentlich auch ein Ceranfeld einschaltet mit der Folge, dass es zu einem Wohnungsbrand kommt. Daher kann er von dem Feuerversicherer des Gebäudes in der Regel nicht in Regress genommen werden.

Damit wurde ein gleichlautendes Urteil des Magdeburger Landgerichts bestätigt.

Geklagt hatte ein Gebäudeversicherer gegen einen Studenten, der in seiner Wohnung eine Tiefkühlpizza in den Backofen seines Küchenherdes geschoben und den Herd eingeschaltet hatte. Er verließ die Küche, nachdem er den Timer seines Mobiltelefons auf zehn Minuten eingestellt hatte. Noch vor Zeitablauf bemerkte er plötzlich einen beißenden Geruch. Als er daraufhin in die Küche ging, stellte er fest, dass diese brannte.

Die alarmierte Feuerwehr machte als Brandursache ein offenkundig zusammen mit dem Backofen versehentlich eingeschaltetes Ceranfeld des Herdes aus.

Der Versicherer warf dem jungen Mann vor, grob fahrlässig gehandelt zu haben, als er die Küche verließ ...

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