Kapitalisierung von Renten

Bei der Regulierung von schweren Personenschäden sind sowohl der Geschädigte als auch der eintrittspflichtige Versicherer daran interessiert, die grundsätzlich in Rentenform geschuldeten Leistungen für die Zukunft mit einer einmaligen Zahlung abzufinden.

Sandra Deller, Rechtsanwältin

Um einen zur Abfindung der geschuldeten Renten angemessenen Kapitalbetrag zu ermitteln, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Über allem steht dabei der Grundsatz, dass der zu zahlende Kapitalbetrag hoch genug ist, um dem Geschädigten zu ermöglichen, seine Rente durch Kapitalabbau und Zinsertrag zu bestreiten. Details hierzu finden Sie auch im Blogbeitrag von Rechtsanwältin Valeska Strunk: Kapitalisierung von Ansprüchen.

Bei der Berechnung gilt der Grundsatz, dass, je höher der Zinsfuß, desto niedriger ist der Kapitalisierungsbetrag. Aus diesem Grund versuchen Versicherer, mit 5 % zu kapitalisieren, um sich dadurch erhebliche Vorteile zu sichern.

Rechtsanwalt Helmut Gräfenstein

Ein Beispiel: Ein 25 jähriger Geschädigter hat bis zu seinem Lebensende einen Anspruch auf eine Rente in Höhe von 1.000 Euro im Monat. Bei einer Kapitalisierung mit 5 % bekäme er insgesamt 227.000 Euro, bei 3 % schon 325.000 Euro und bei 1,5 % 456.000 Euro!
Beim Vergleich der Beträge ist leicht zu erkennen, dass das o.a. Ziel, den Geschädigten in die Lage zu versetzen, durch Kapitalabbau und Zinsertrag seine Rente zu bestreiten, mit einem Zinsfuß von 5% nicht einmal ansatzweise erreicht wird ...

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