Die fragwürdigen Nebenverdienste deutscher Richter

von Mirko Laudon

Die „Wirtschaftswoche“ macht (im Heft 14/2014) die Nebenverdienste der höchsten Richter zum Titelthema: „Im Namen des Geldes“. So kommen etwa Richter am Bundesfinanzhof auf einen durchschnittlichen Nebenverdienst von 25.200 €, wobei 57 von 59 Richtern noch neben ihrer herkömmlichen Tätigkeit noch eine Nebenbeschäftigung haben. Damit sind die Münchener zwar Spitzenreiter, jedoch nicht allein: Am Bundesarbeitsgericht in Erfurt haben alle Richter einen Nebenverdienst, der ihnen im Schnitt 16.400 € extra einbringt. Auch am Bundessozialgericht verdienen alle hinzu, durchschnittlich ca. 10.000 €. Etwas gemäßigter geht es bei den Richtern am Bundesgerichtshof zu: Dort arbeiten nur 73% der Richter nebenbei, kommen aber auch auf ca. 10.000 €.

Recht und Geschäftigkeit

Besonders in der Kritik steht deren Tätigkeit an privaten Schiedsgerichten: Vertraglich können sich Unternehmen darauf einigen, dass bei Streitigkeiten ein Schiedsgericht entscheiden soll – vergleichsweise schnell kommt man so zu seinem Recht, ohne weitere Instanzen, dafür gleich unter Beteiligung der höchsten deutschen Richter. Nicht nur damit lässt sich allerdings gutes Geld verdienen, auch die Teilnahme an exlusiven Seminaren ist teilweise recht lukrativ ...

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