Der Slogan „Stoppt Durchfall“ ist irreführend

Eine Werbung für ein Medikament mit der Aussage “L. stoppt Durchfall” ist unzulässig, wenn das Medikament den Durchfall nicht binnen weniger Stunden beendet. Daher hat das Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes mit einem aktuellen Urteil die Verwendung des Werbeslogans untersagt.

Zum Sachverhalt

Ein Arzneimittelanbieter hat in Deutschland ein Präparat gegen Durchfall vertrieben, welches er unter anderem mit den Angaben “L. stoppt Durchfall” beworben hat. In der Werbung nahm der Arzneimittelanbieter auf eine wissenschaftliche Studie Bezug, aus der hervorging, dass die Durchfalldauer sich bei einer Behandlung mit L. im Mittel um 1,3 Tage auf knapp zwei Tage verringerte im Vergleich zu einer Gruppe, die Placebos erhalten hatte.

Ein Verein, der sich für lautere Werbung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens einsetzt, mahnte den Arzneimittelanbieter wegen irreführender Werbung ab, da nach dessen Ansicht nicht erwiesen sei, dass das Medikament den Durchfall stoppe, also der Erfolg schnell, sofort und eindeutig auftrete. Der Arzneimittelanbieter wies die Abmahnung zurück. Nach Auffassung des Anbieters werde der Werbeslogan so verstanden, dass der Durchfall binnen weniger Stunden “spürbar gelindert” sei. Der Verein klagte schließlich auf Unterlassung der Werbung.

Zur Entscheidung

Das OLG Schleswig-Holstein verurteilte den Arzneimittelanbieter zur Unterlassung der Werbeaussage (Urteil vom 30.01.2014 – 6 U 15/13). Der Slogan “L ...

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