Zum verhängten Facebook-Verbot des AG München

von Karsten Gulden

Das Münchener Amtsgericht hat einen 21-jährigen mit einer ziemlich ungewöhnlichen Maßnahme bestraft. Der Täter muss nach dem Urteil des Schöffengerichts eine Sexualtherapie antreten, je 1500 Euro Schmerzensgeld für seine Opfer aufbringen und zusätzlich 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Zudem darf er sechs Monate lang weder Facebook noch Whattsapp nutzen. Verstößt er dagegen, muss er ins Gefängnis.

Massive Bedrohung und Erpressung mit Nacktfotos im Netz

Der Täter nutzte Facebook seit 2011, um ihm missliebige Personen zu bedrohen, zu verleumden, zu beleidigen und auch sexuell zu missbrauchen. Von 2012 an steigerte er sogar seine aggressiven Attacken gegen sechs jugendliche Mädchen, die er mit einer Ausnahme nur aus dem sozialen Netzwerk kannte und nie getroffen hatte. Unter anderem verlangte der Täter von einer Schülerin, dass sie für ihn vor ihrer Handykamera masturbierte. Die Aufnahmen speicherte der Täter und veröffentlichte sie für jedermann zugänglich auf Facebook. Er stellte auch pornografische Aufnahmen, die er einer Ex-Freundin abgenötigt hatte, auf die Facebook-Seite. Andere Opfer beschrieb der Täter auf der Seite des Dienstes als “Huren” und veröffentlichte dazu ihre Telefonnummern. Zudem rief der Täter via Facebook dazu auf, die Mädchen zu verfolgen.

Erziehung mit Online-Verbot

Der Täter muss nun also für ein halbes Jahr seine Accounts bei Facebook, Whatsapp und Instagramm gelöscht lassen ...

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