Webhoster und Webanalysedienste – Wer ist verantwortlich?

Viele Unternehmen fragen sich oft zurecht, ob die für die Unternehmenswebsite verwendeten Webanalyse-Lösungen, sei es in Form der Beauftragung eines Webhosters, der die Webanalysesoftware gleich mit zur Verfügung stellt und administriert, oder durch Verwendung eines vom Drittanbieter erworbenen Softwarepakets mit integriertem Analysetool datenschutzkonform sind. Zu recht sorgen sie sich um eine Haftung, sollten Webhoster und Analysetool nicht die geltenden Datenschutzvorgaben erfüllen.

Wieso ist eine Haftung aus Datenschutzrecht möglich?

Es stellt sich die Frage nach der Haftung für etwaige Verstöße gegen das Datenschutzrecht im Rahmen der Verwendung von Webanalysediensten. In diesem Zusammenhang ist immer wieder darauf hinzuweisen, dass die IP-Adressen, welche in die Analyse einbezogen werden, als personenbezogene Daten im Sinne des § 3 Abs. 1 BDSG gelten, weswegen die datenschutzrechtlichen Vorschriften zu beachten sind.

Im Bereich der Telemedien (z.B. Webshops) gelten zudem die besonderen Datenschutzvorschriften des Telemediengesetzes.

Wer haftet für mögliche Datenschutzverstöße?

In erster Linie haftet der Diensteanbieter im Sinne des § 2 Nr. 1 TMG (z.B. Websitebetreiber), der personenbezogene Daten im Rahmen einer Webanalyse mittels eines Analysetools erhebt und verarbeitet, um für sich entsprechende Informationen zu generieren. Dabei hat er selbstverständlich sämtliche geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften zu beachten. Hierzu gehört u.a., die Analysesoftware datenschutzkonform einzusetzen und Dienstenutzer über den Einsatz sämtlicher verwendeter Analysetools zu informieren. Hinsichtlich der Informationspflichten beim Einsatz von Analysetools verweisen wir auf diesen Beitrag ...

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