Rezension: Böttcher/Faßbender/Waldhoff, Erneuerbare Energien in der Notar- und Gestaltungspraxis, Verlag C. H. Beck, München 2014, 431 Seiten mit CD-ROM, 119,00 €

von Dr. Peter Nagel

● besprochen von Rechtsanwalt Dr. Peter Nagel, LL. (University of Michigan), Frankfurt am Main ●


Leider zu spät, möchte man den Autoren des Buches entgegnen. Nein, nicht für das Buch, sondern für diejenigen, die es benötigten, als es noch nicht verfügbar war. Das Buch schließt eine klaffende Lücke in der praxisorientierten rechtswissenschaftlichen Literatur.


In den Neunzigern des letzten Jahrtausends haben steuerliche Anreize dazu geführt, dass sich die Rechtsprechung über mehr als ein Jahrzehnt mit so genannten Schrottimmobilien beschäftigen musste. Wie immer, wenn es scheinbar billigen Gewinn gibt, lockt die Versuchung und wird regelmäßig enttäuscht.


Derartiges zeichnet sich nicht nur bei Investitionen in der Windbranche ab, sondern ist bei Fotovoltaik längst Stadtgespräch. Jedenfalls da, wo Fotovoltaikanlagen unter Renditegesichtspunkten errichtet wurden, droht zahlreichen Investoren ein böses Erwachen. Gerade bei großen Anlagen entspricht die Stromausbeute oft nicht den in die Anlage gesetzten Erwartungen. Das hat zum Teil technische Gründe (z.B. PID). Manchmal ist es schlicht Pech.


Unabhängig vom Grund wird sich trotzdem so mancher Berater mit der Frage konfrontiert sehen, ob er seine Beratung fehlerhaft durchgeführt hat und eine solche Beratung für die Investitionsentscheidung kausal war ...

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