Die Sorgfaltspflicht beim Fahrspurwechsel

Bei einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug im örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit einem Fahrspurwechsel spricht der Anschein für eine Missachtung der Sorgfaltspflicht.

Mit dieser Begründung hat das Amtsgericht München in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines PKW-Halters abgewiesen, der von der Versicherung eines Reisebusses, der auf sein Fahrzeug aufgefahren war, den Schaden ersetzt bekommen wollte. Der Verkehrsunfall ereignete sich am 7. September 2012 auf der Plinganser Straße in München. Der PKW befand sich auf der linken Spur und wechselte bei der Fahrbahnverengung auf die rechte Spur. Dort befand sich der kroatische Reisebus, der auf den PKW auffuhr. Der Halter des PKW begehrt nun die Erstattung der an seinem Fahrzeug entstandenen Schäden.

Nach Auffassung des Amtsgerichts München spreche bei Unfällen durch Auffahren zwar der erste Anschein für ein Verschulden des Auffahrenden. Dieser erste Anschein werde aber dann erschüttert, wenn derjenige, der aufgefahren ist, einen atypischen Verlauf darlegt und auch beweisen kann, so dass die Verschuldensfrage in einem anderen Licht erscheint ...

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