Die freiwillige Urinprobe – “Wir kommen wieder”

von Carl Christian Müller

Meiner Mandantin wurde vorgeworfen, mit Betäubungsmitteln Handel getrieben zu haben. Hierzu tätigte meine Mandantin keine Angaben bei der Polizei, sondern beauftragte mich, zunächst Akteneinsicht zu beantragen. Einige Zeit später rief mich die Mandantin ganz aufgeregt an. Vor ihrer Haustür sei sie von zwei Polizeibeamten abgefangen worden, als sie gerade aus ihrem Auto gestiegen sei. Die Beamten hätten von ihr verlangt, eine Urinprobe abzugeben. Sie stehe unter dem Verdacht, nach dem Konsum von Betäubungsmitteln am Straßenverlehr teilgenommen zu haben.

Verunsichert sei sie dem Ansinnen nachgekommen. Sie habe sich nichts vorzuwerfen, sei indes höchst irritiert, daß ihr solch ein Vorwurf unterbreitet wurde, zumal die Beamten noch damit gedroht hätten, die Sache an die Fahrerlaubnisbehörde weiterreichen zu werden. Sie müsse zudem damit rechnen, zukünftig häufiger zur Abgabe von Urinproben aufgefordert zu werden.

Ich wandte mich wegen dieses Vorfalls im Auftrage meiner Mandantin an die eifrigen Strafverfolger.

Statt einer Erwiderung erhielt ich schließlich die Ermittlungsakte ...

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