Verfahrensgarantien im Rechtshilfeverfahren

Wenn gestützt auf ein schweizerisches Rechtshilfegesuch Zwangsmassnahmen im Ausland durchgeführt werden, dürfen die so erhobenen Beweise – in der Regel – erst verwendet (nicht bloss verwertet!) werden, wenn im ersuchten Staat ein rechtskräftiger Rechtshilfeentscheid vorliegt.

So jedenfalls verstehe ich die nachfolgend zitierte Erwägung eines neuen Bundesgerichtsentscheids (BGer 1B_282/2013 vom 14.02.2014, Fünferbesetzung):

Über Geheimnisinteressen von Kunden, welche ausländische Banken im Rahmen von strafprozessualen Editionen im Ausland (gestützt auf dortige Strafverfahren oder Rechtshilfeersuchen von Drittstaaten) zu wahren haben, hat hingegen nicht der schweizerische Zwangsmassnahmenrichter (nach StPO) zu entscheiden. Vielmehr fällt dies in die Zuständigkeit der Behörden des ausländischen Staates (Art. 3 Ziff. 1 EUeR i.V.m. Art. 54 StPO). Allerdings setzt die strafprozessuale Durchsuchung von erkennbar geheimnisgeschützten aus dem Ausland übermittelten Unterlagen durch schweizerische Strafverfolgungsbehörden einen rechtskräftigen Rechtshilfeentscheid voraus ...

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