Neues von TelDaFax: Nun geht es gegen die Vorstände

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Vor wenigen Wochen hat die Staatsanwaltschaft Bonn Anklage gegen die ehemaligen TelDaFax-Chefs Gernot Koch, Michael Josten und Klaus Barth erhoben. Konkret wird ihnen Insolvenzverschleppung, gewerbsmäßiger Betrug in 241 Fällen und Bankrott in vier Fällen vorgeworfen. Dabei geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass das Unternehmen bereits Mitte 2009 zahlungsunfähig und überschuldet war. Insolvenzantrag wurde aber erst am 14.06.2011 gestellt. Dies hatte einen enormen Schaden für eine Vielzahl von Kunden zur Folge, der in der Anklageschrift auf 185.000,00 Euro beziffert wird. Tatsächlich dürfte der Schaden um ein Vielfaches höher sein.

Vergangene Woche nahm der Prozess dann eine unerwartete Wendung. Die Richter der Hilfs-Wirtschaftsstrafkammer gaben der von den Angeklagten gestellten Besetzungsrüge überraschend statt. Hintergrund ist, dass eine Hilfskammer nur für vorübergehende Zwecke eingerichtet werden darf. Die Hilfskammer, die hier befasst war, wurde aber bereits 2012 aus Entlastungsgründen ins Leben gerufen, so die Argumentation der Verteidigung. Damit sei sie nicht mehr nur vorübergehend, sondern vielmehr dauerhaft eingerichtet ...

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