Kommentar: Die Schweiz fördert solaren Eigenverbrauch – Deutschland bremst

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Die Schweiz hat mit der Revision der Energieverordnung den Weg für den solaren Eigenverbrauch geebnet. Kleine PV-Eigenverbrauchsanlagen erhalten in Zukunft eine Einmalvergütung, die bis zu 30 Prozent der Investitionskosten beträgt (Quelle: http://bit.ly/OAWvPa). Dieses innovative Fördermodell für die erneuerbare Eigenstromerzeugung wird ausgerechnet von der Schweiz verabschiedet, die sich bislang in Sachen Solarstrom sehr restriktiv gezeigt hat.


Deutschland geht dagegen den umgekehrten Weg. Bundesminister Gabriel will den klimafreundlichen Eigenverbrauch finanziell unattraktiv machen, indem Unternehmen und Privatverbraucher in Zukunft für den selbst erzeugten und verbrauchten Strom aus erneuerbaren Quellen 70 Prozent der EEG-Umlage zahlen sollen.


Nicht nur die Erneuerbare-Energien-Branche, sondern auch Wirtschaftsverbände laufen seit Wochen Sturm gegen die geplante Zusatzbelastung. Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) würden dadurch in der Jahresstromrechnung nur Einsparungen von 75 Cent pro Haushalt erreicht. Dem steht eine Verlängerung der Amortisationszeiten von PV-Anlagen auf über fünfzehn Jahre gegenüber, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) errechnet hat. 90 Prozent der BSW-Mitglieder rechnen damit, dass dann sogar das magere politische Solarenergie-Ausbauziel von 2 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK