Das Arbeitszimmer im Keller des Einfamilienhauses im Steuerrecht

von Wolfram Schlosser

Der Bundesfinanzhof hatte sich – mal wieder – mit der Thematik “häusliches Arbeitszimmer” zu beschäftigen.

In dem entschiedenen Fall hat der Bundesfinanzhof im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde die Auffassung des Finanzgerichts bestätigt, dass das Arbeitszimmer im Kellerraum eines Einfamilienhauses in die häusliche Wohnsphäre eingebunden ist.

Der Bundesfinanzhof sah keinen Anlass, die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung zuzulassen.

Eine Rechtssache ist von grundsätzlicher Bedeutung, wenn die für die Beurteilung des Streitfalls maßgebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt. Die Rechtsfrage muss im konkreten Fall klärungsbedürftig und in einem zukünftigen Revisionsverfahren klärbar sein. Eine Rechtsfrage ist nicht klärungsbedürftig, wenn sie durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bereits hinreichend geklärt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Prüfung und Entscheidung dieser Frage erforderlich machen. Das ist hier der Fall.

Es ist in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs hinreichend geklärt, dass eine Einbindung in die häusliche Sphäre regelmäßig dann gegeben ist, wenn die betrieblich oder beruflich genutzten Räume zur Wohnung oder zum Wohnhaus des Steuerpflichtigen gehören. Ein Arbeitszimmer, das sich in einem selbst genutzten Einfamilienhaus befindet, ist danach grundsätzlich ein häusliches Arbeitszimmer i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b des Einkommensteuergesetzes, es sei denn, die Einbindung des Büros in die häusliche Sphäre wird – etwa durch Publikumsverkehr – aufgehoben oder überlagert. Eine unmittelbare Verbindung zur Wohnung ist nicht erforderlich; auch Mansardenzimmer oder Kellerräume im selben Haus stehen als Zubehörräume zu der Wohnung noch in einer räumlichen Verbindung, die sie als häusliches Arbeitszimmer einordnen lässt ...

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