Wenn der Arbeitnehmer seine Leistung verweigert

Nicht der Arbeitnehmer kann sich die ihm genehmen Aufgaben aussuchen, sondern der Arbeitgeber weist ihm in der Regel die konkreten Tätigkeiten zu. Wobei, wenn nichts Gegenteiliges festgelegt wurde, der angestellte Mitarbeiter grundsätzlich in Vorleistung zu gehen hat - er also erst nach erbrachter Arbeit die vereinbarte Vergütung erhält. Zweifel an der Angemessenheit des zu erwartenden Entgelts sind also kein zulässiger Grund, die geforderte Arbeitsleistung von vorneherein beharrlich zu verweigern. Vielmehr gibt ein solches Verhalten dem Arbeitgeber das Recht zur außerordentlichen oder zumindest ordentlichen Kündigung. Das hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein klargestellt (Az. 5 Sa 111/13). In dem konkreten Fall sah der Arbeitsvertrag eines Bodenlegers zwei verschiedene Bezahlungsweisen vor: Für die eigentliche Kernarbeit wurde ein Akkord-Satz je verlegtem Quadratmeter gezahlt, für alle anderen noch anfallenden Tätigkeiten war ein Stundenlohn von 12 Euro brutto vereinbart. Auf einer Baustelle sollten nun die Böden in 40 nahezu identischen Häusern verlegt werden. Der Bodenleger weigerte sich aber, das Projekt auszuführen ...Zum vollständigen Artikel


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