Häufige Kurzerkrankungen können den Job kosten

Arbeitnehmer, die über Jahre besonders oft krank sind, müssen um ihren Job fürchten. In das gesetzlich vorgeschriebene „betriebliche Eingliederungsmanagement“ sollten sie sich daher im eigenen Interesse engagiert einbringen, wie aus einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln vom 20.11.2013 hervorgeht (AZ: 11 Sa 462/13). Bleibt das Eingliederungsmanagement ohne Erfolg, darf danach der Arbeitgeber kündigen.

Damit bestätigte das LAG die Kündigung einer Luftsicherheitsassistentin. Sie hatte zwischen 2009 und 2011 jeweils 75 bis 166 Tage pro Jahr gefehlt. Die Lohnfortzahlungskosten für den Arbeitgeber lagen zwischen 4.700 und 11.700 € pro Jahr. 2012 waren schon bis Ende Juli 63 Fehltage angefallen.

2011 versuchte der Arbeitgeber ein sogenanntes betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Dies ist vorgeschrieben, wenn Arbeitnehmer innerhalb von zwölf Monaten mehr als sechs Wochen krank sind. Dabei gab die Luftsicherheitsassistentin psychosomatische Beschwerden seit dem Tod ihres Vaters sowie die unterschiedlichen Arbeitszeiten als Grund für ihre Fehltage an. Sie machte nun einen Entspannungskurs und erhielt eine feste Arbeitsschicht ab morgens neun Uhr.

Doch die Fehlzeiten der 32-Jährigen blieben hoch. Der Arbeitgeber sah das BEM als gescheitert an und kündigte 2012.

Wie nun das LAG Köln entschied, war eine personenbedingte Kündigung zulässig ...

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