Sticheleien zum Wahlrecht {Betreutes Wählen}

Die hier und da noch anstehenden Stichwahlen sorgen noch für einige Spannung. In mehrfachem Sinn. Und auch für die einen oder anderen kleinen Sticheleien. Und Frotzeleien, gelegentlich auch.

Unwillkürlich fällt mir dazu eine Szene ein, die sich am Rande der Regelung einer Betreuungsvollmacht abspielte. Eine sehr nette Familie, rauhherzlicher Ton, aber sehr aufmerksames Mit- und Füreinander, ich kannte die Familie sehr lange Jahre. Nach einem Schlaganfall der Mutter kurz nach dem Tod ihres Mannes und Vaters des Sohnes wollte man einfach ein paar Dinge regeln, damit dieser im Fall der Fälle in ihrem Sinne Dinge regeln und erledigen konnte. Die Unterlagen waren erstellt, waren unterzeichnet, während ich zum Kaffee auf dem Hof eingeladen war und man plauderte noch ein bisserl miteinander beim handgebrühten Kaffee, den “die Mama” resolut mit einer Hand am Gehstock, der anderen am Wasserkessel über dem geblümelten Porzellanhandfilter in der Kuchl des Bauernhofs aufgebrüht hatte.

Da fragte der Sohn mich verschmitzt und mit spitzbübischstem Grinsen von einem Ohr zum anderen und Augenzwinkern:

“Sag amal, wia is nachhert des jetzt mit’m Wählen – kann die Mama jetztat noch wählen gehen?”

“Freilich, warum nicht?”

“Und wie ist das dann, wenn’s ihr amal nimmer so guat geht? Wenn’s halt a bisserl auslasst, mit’m Hirn und so, mit’m Denken…..? Woasst scho’, was i moan? Geistig, halt……”

“Die Mama” winkte schon scherzhaft zu mir herüberschmunzelnd hinter ihm mit dem Stock und hob den Wasserkessel (ebenso verschmitzt grinsend hinter “ihrem Buam” ) schon gefährlich schwenkend und bissl drohend, ohne dass er es bemerkte.

“Also,……… ...

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