Rezension: Social Media as Surveillance

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

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Titel: Social Media as Surveillance. Rethinking Visibility in a Converging World. Autor: Trottier, Daniel Jahr: 2013 Verlag: Ashgate ISBN: 978-1-4094-3889-2 Diese Rezension wurde verfasst von Katrin M. Kämpf, Paderborn.

Kürzlich veröffentlichte die Internet-Plattform Buzzfeed einen Artikel mit dem ebenso apokalyptischen wie treffenden Titel “You Can View Your Facebook Search History And It Is The Worst Page On The Internet. Your worst nightmare come to life. Prepare for shame.”1 Facebook speichert, ohne seine UserInnen besonders explizit darüber in Kenntnis gesetzt zu haben, sämtliche Suchanfragen, die dort eingegeben werden – aktuell allerdings ‘nur’ für die jeweiligen UserInnen und die Plattform selbst sichtbar.

Der kurze Artikel, der primär auf die individuelle Peinlichkeit der lückenlosen Dokumentation vergangener Obsessionen, Interessen, Neugierden und Hoffnungen eingeht, steht exemplarisch für das innerhalb der letzten Jahre gewachsene Bewusstsein und der Unsicherheiten ob der Überwachungskapazitäten von sozialen Medien wie Facebook. In den Medien stehen in der Regel allerdings primär entweder individualistische Sorgen ob möglicher Privacy Leaks – das berühmt-berüchtigte “Partyfoto”, das der Chef zu Gesicht bekommt oder die peinlich berührende öffentlich sichtbare Liebeserklärung auf der Facebook-Wall – und die Sorge ob der Überwachung durch Geheimdienste und Großkonzerne im Fokus ...

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