Neue Technische Standards von EBA und Europäischer Kommission in Bezug auf Instituts-Vergütungsfragen

EU Kommission-Standards zu Institutsvergütung

Die Europäische Kommission hat Anfang diese Monats Technische Regulierungsstandards (Regulatory Technical Standards – RTS) über Kriterien zur Ermittlung der Mitarbeiterkategorien, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil eines Instituts auswirkt, veröffentlicht. Damit macht die Kommission von ihrer Befugnis aus Art. 94 Abs. 2 der Richtlinie (EU) 2013/36 (CRD IV) Gebrauch, die ihr von der Europäische Bankaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA) vorgelegten RTS nach Unterabsatz 1 gemäß den Artikeln 10 bis 14 der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 zu erlassen.

Die Standards ergänzen die Anforderungen der CRD IV wodurch die konsequente Umsetzung der CRD IV Vergütungsregeln innerhalb der EU gewährleistet werden soll. Durch ihre Anerkennung soll die Auslegung der Vergütungsbestimmungen der CRD IV durch die Institute in der EU harmonisiert werden.

Seit Inkrafttreten der CRD IV gelten neue, strengere Vorschriften in Bezug auf das Verhältnis zwischen variablen und fixen Vergütungskomponenten. So darf etwa bereits seit Anfang des Jahres die variable Vergütungskomponente den Betrag der fixen Vergütungskomponente grundsätzlich nicht überschreiten.

Die RTS definieren nun europaweit einheitliche Kriterien zur Identifizierung von sog. „Material Risk Takers“, die auf einer Kombination von qualitativen und quantitativen Kriterien basiert und von allen Instituten im Anwendungsbereich der CRD IV angewendet werden müssen. Danach sind Mitarbeiter als „Material Risk Takers“ zu qualifizieren, wenn sie zumindest eines der Kriterien erfüllen.

Die Standards knüpfen bei der Kategorisierung der Mitarbeiter daran an, ob eine wesentliche Beeinflussung des Risikoprofils vorliegt, oder nicht ...

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