LG Köln: Bildrechte beim Upload zu Amazon Produktseiten

Das Hochladen von Produktbildern zu Amazon beinhaltet die stillschweigende Einwilligung, dass auch andere Händler die Fotos für ihre Angebote nutzen dürfen. Das hat das Landgericht Köln entschieden (Urteil vom 13.02.2014, Az.: 14 O 184/13). Grund ist das Angebotssystem der Verkaufsplattform.

Sowohl Kläger als auch Beklagter waren neben ihren eigenen Onlineshops auch auf Amazon.de aktiv und boten teilweise identische Waren an.

2010 verkaufte der Kläger so einen bestimmten Typ Softairmunition und stellte zur Illustration des Produktes fünf eigene Bilder ein. Zwei Jahre später waren die Fotos in Angeboten der Beklagten eingefügt.

Grundsätzlich läge damit ein urheberrechtlicher Verstoß auf der Hand. Bei Amazon.de gibt es jedoch einige Besonderheiten zu beachten.

Im Unterschied zu zum Beispiel eBay ist für jedes Produkt nur eine Angebotsseite zugelassen. D.h. unabhängig davon, welcher Händler die Ware verkauft und verschickt, gibt es nur eine gemeinsame Seite mit der Produktbeschreibung und den Fotos der Ware. Die Webseite wird jeweils vom System von Amazon.de anhand der EAN erstellt. Als Produktfoto dient dabei immer dasjenige, welches vom erster Anbieter auf den Server der Internetseite hochgeladen wurde. Zwar ist es möglich, später weitere Bilder zur Illustration der Ware hoch zu laden, diese ersetzen jedoch nicht ein bereits auf dem Server vorhandenes Bild.

Hier nun hatte also der Kläger zuerst die Munition angeboten. Später hat dann der Beklagte das gleiche Produkt in sein Sortiment aufgenommen und auch über die vom Kläger initiierte Angebotspage verkauft ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK