Freiheit für Hoeneß: Steuerhinterziehung ist keine Straftat

In der Schweiz ist Steuerhinterziehung zwar auch nicht gern gesehen, aber dort kriminalisiert man nicht immer gleich alles, was Missfallen auslöst. Der Fußball-Manager Hoeneß, zum Beispiel, wäre in der Schweiz nicht im Gefängnis gelandet, sondern hätte eine Geldbuße bezahlt. Die hätte weit über 100 Millionen Franken liegen können (dem Dreifachen des hinterzogenen Steuerbetrags). Damit wäre es aber auch gut gewesen. Das Verwaltungsverfahren wäre unspektakulär und effizient gewesen.

In Deutschland könnte ein Gefängnis sich weigern, Hoeness aufzunehmen. Grund: Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Freiheitsstrafe. Woher diese Zweifel kämen? Aus einer Juristenausbildung, die es wert wäre, so genannt zu werden. Das Strafgesetz, das für Steuerhinterziehung Gefängnis androht, könnte verfassungswidrig sein ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK