Drohung mit Schufa-Eintrag bei bereits bestrittener Forderung rechtswidrig

Das Forderungsmanagement von Inkassounternehmen steht immer wieder im Zentrum außergerichtlicher und gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen den vermeidlichen Schuldnern und den Gläubigern, die behaupten, Inhaber der Forderung zu sein. Auch wenn der Bestand der streitigen Inkassoforderungen häufig rechtlich zweifelhaft erscheint, werden die potenziellen Schuldner unter Fristsetzung aufgefordert, bestimmte Geldbeträge zu leisten. Andernfalls wird unter anderem mit der Meldung der Forderung an die Schufa gedroht. Dieses Vorgehen erscheint insbesondere dann problematisch, wenn die Forderung seitens des Schuldners bereits bestritten wurde und der Gläubiger sodann die gerichtliche Auseinandersetzung scheut und statt zu Gericht lieber zu einem Inkassounternehmen geht. Fraglich ist indes, ob das Drohen mit einem Schufa-Eintrag bei bestrittener Forderung nicht den Tatbestand der Nötigung erfüllt. Hierzu hat sich das OLG Celle in einem aktuellen Urteil geäußert, und dabei die Position der Schuldner gestärkt. Im entschiedenen Fall hatte der Schuldner zunächst eine „letzte Mahnung“ von dem vermeintlichen Gläubiger erhalten und daraufhin die Forderung ihr gegenüber bestritten ...Zum vollständigen Artikel


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