Verjährung und Stundung von Pflichtteilsansprüchen

Für alle seit dem 01.01.2010 eingetretenen Erbfälle gilt gem. dem Gesetz zur Änderung des Erb- und Verjährungsrechts vom 24.09.2009 ein neues Verjährungsrecht. Damit gilt grundsätzlich für die pflichtteilsberechtigten Ansprüche die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB von drei Jahren. Diese beginnt gem. § 199 Abs. 1 BGB jedoch erst mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Pflichtteilsberechtigte die anspruchsbegründenden Tatsachen und die Person des Pflichtteilsschuldners erfahren hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erfahren können. Für den Beginn der Verjährung sind daher kumulativ folgende Kenntnisse erforderlich: 1. Der Tod des Erblassers. 2. Die enterbende Verfügung. 3. Die Person des Pflichtteilsschuldners. Im Streitfall wäre es Sache des Erben, die Kenntnis und damit den Beginn der Verjährung zu beweisen. Aufgrund einer Neufassung des § 2331a BGB sind sachliche Anforderungen an eine Stundung von Pflichtteilsansprüchen herabgesetzt worden. Anspruchsberechtigt ist ab sofort jeder Erbe ...Zum vollständigen Artikel

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