Sie haben´s getan: Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf die Revision in Sachen Hoeneß! Rechtsstaat adieu?!

Kaum überraschend wird soeben über die Newsticker verbreitet, dass die Münchener Staatsanwaltschaft auf die Revision gegen das milde Urteil gegen den Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß verzichtet. Damit wird der fast unerhörte Erfolg der nach Außen reichlich passiv agierenden Verteidigung perfekt.

Ich hatte heute morgen noch für ein anderes Forum einen Beitrag geschrieben, der durch die aktuelle Entwicklung ein wenig überholt wird, aber nichts von seiner inhaltlichen Brisanz verloren hat. Deshalb stelle ich ihn in seiner Ursprungsfassung hier ein:

“Ein merkwürdiges Verfahren und ein zweifelhaftes Urteil: Geht die Staatsanwaltschaft im Fall Hoeneß in Revision?

Ein Verfahren voller Ungereimtheiten gegen den Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß ist am vergangenen Donnerstag in erster Instanz beendet worden und noch wissen wir nicht, ob es damit sein Bewenden hat oder ob die Staatsanwaltschaft in Revision geht. Die Frist zur Einlegung des Rechtsmittels endet am 20.3.1914 um Mitternacht.

Der „Pate vom Tegernsee“, wie Hoeneß von manchen liebevoll und von anderen kritisch genannt wird, hat der Öffentlichkeit ja bereits am Tag nach der Urteilsverkündung mitgeteilt, dass er den Strafausspruch von 3 Jahren und 6 Monaten akzeptieren will. Er habe seine Verteidiger angewiesen, keine Revision einzulegen. Von „Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung“ hat er in diesem Zusammenhang geredet, und das hat ihm viel Lob von (fast) allen Seiten eingebracht. Jetzt müssen seine Anwälte den Worten nur noch Taten folgen lassen und entweder explizit Rechtsmittelverzicht erklären oder die für beide Seiten laufende Wochenfrist einfach verstreichen lassen.

Ohne Rücksprache mit seinen Anwälten und nur von seiner Familie beraten will Hoeneß zu der honorigen Entscheidung gekommen sein, das hat auch seine Ehefrau Susi gegenüber der BILD ausdrücklich bestätigt.

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu glauben, dass der gewiefte Taktiker Uli H ...

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