Kirchenmusiker verliert Job wegen Sex mit Schülerin

Nach regelmäßigem Sex mit einer Schülerin ist ein deswegen entlassener Gymnasiallehrer nun auch seinen Nebenjob als Kirchenmusiker los. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt hat in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 26.09.2013 die gegenüber dem Mann ausgesprochene fristlose Kündigung einer bayerischen Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchengemeinde für wirksam erklärt (AZ: 2 AZR 741/12). Danach dürfen Arbeitgeber nicht nur das Ende eines Straf-, sondern auch das eines Disziplinarverfahrens abwarten, ehe die zweiwöchige Kündigungsfrist läuft.

Die sexuelle Beziehung zu dem Mädchen dauerte Jahre. 2005 zeigte die Schülerin den Gymnasiallehrer an. Dabei kam heraus, dass der nebenberufliche Kirchenmusiker mit der Schülerin auch Sex in der Kirche hatte. Das eingeleitete Strafverfahren gegen den Mann wurde wegen Verjährung eingestellt.

Doch die Affäre hatte für den Lehrer berufliche Konsequenzen. Das Verwaltungsgericht stimmte 2008 der Entfernung des verbeamteten Mannes aus dem Schuldienst zu. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte das Urteil. Kurz vor und nach dieser Entscheidung hatten auch die Medien über den Fall berichtet.

Die Kirche reagierte ebenfalls auf die Vorgänge. Der Kirchenmusiker sollte in der Kirche keine Noten mehr spielen dürfen. Mitte 2006 wurde er von der Arbeitsleistung freigestellt, ab Januar 2008 erhielt er auch keine Vergütung mehr. Bis dahin hatte er monatlich rund 400,00 € erhalten. Als der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Entlassung des Lehrers am 15.12.2010 bestätigt hatte, kündigte die Kirchengemeinde dem nebenberuflichen Kirchenmusiker fristlos. Das Kündigungsschreiben ging ihm am 28.12.2010 zu.

Gegen die fristlose Kündigung zog der Kirchenmusiker vor Gericht. Diese sei unwirksam, da die Gemeinde nicht die vorgeschriebene Zwei-Wochen-Frist eingehalten habe. Danach sei eine fristlose Kündigung nur aus wichtigem Grund zulässig ...

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