Benachrichtigung der Versicherung bei Erkrankung im Ausland

Wer im Ausland ernsthaft erkrankt, muss möglichst sofort die Notrufzentrale seiner Versicherung in Deutschland informieren. Kann diese nämlich nicht die medizinische Behandlung im Ausland von Anfang an organisatorisch begleiten, dürfte es dem Betroffenen später schwer fallen, die Notwendigkeit der medizinischen Maßnahmen im Einzelnen zu beweisen - und damit seine Ansprüche aus der Auslandskrankenversicherung wirksam geltend zu machen. Das hat das Amtsgericht München in einem bereits rechtskräftigen Urteil klargestellt (Az. 273 C 32/13). Im vorliegenden Fall bekam ein bayerischer Urlauber im afrikanischen Kamerun nachts plötzlich Bauch- und Magenkrämpfe, musste sich dann erbrechen und erlitt schließlich einen Kreislaufzusammenbruch. Für die sieben Tage andauernde stationäre Behandlung in der örtlichen Klinik musste er 3.265,57 Euro bezahlen. Dieses Geld wollte der Urlauber nun daheim von seiner Auslandskrankenversicherung zurückerstattet haben. Allerdings zu Unrecht, wie die Richterin betonte. Zwar sind nach dem Vertrag mit der Auslandsreisekrankenversicherung die Kosten der notwendigen Heilbehandlung bei einer akut eintretenden Krankheit auf einer Auslandsreise zu erstatten ...Zum vollständigen Artikel

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