Wohnungseigentumsgesetz (WEG) – Welche Ansprüche kann der einzelne Wohnungseigentümer geltend machen und welche stehen den Wohnungseigentümern nur gemeinschaftlich zu?

Nimmt ein Wohnungseigentümer eigenmächtig eine das gemeinschaftliche Eigentum betreffende bauliche Maßnahme nach § 22 Abs. 1 WEG vor (beispielsweise eine Terrassenüberdachung), kann ein einzelner anderer Wohnungseigentümer, dem keine Duldungspflicht nach § 1004 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB ) trifft, von diesem die Beseitigung gemäß § 1004 Abs. 1 BGB verlangen und diesen Anspruch, ohne Vorbefassung der Eigentümerversammlung, gerichtlich geltend machen. Auch wenn sich ein Unterlassungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 BGB auf die Nutzung des gemeinschaftlichen Eigentums bezieht, kommt eine gemeinschaftliche Rechtsverfolgung nur dann in Betracht, wenn die Gemeinschaft die Rechtsausübung durch Vereinbarung oder Mehrheitsbeschluss an sich gezogen hat. Denn insoweit besteht lediglich eine gekorene Ausübungsbefugnis des Verbandes im Sinne von § 10 Abs. 6 S. 3 HS 2 WEG (st. Rspr.; näher BGH, Urteil vom 17.12.2010 – V ZB 125/10 –) ...

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