Hat der Rechtsstaat funktioniert? Eine Nachbetrachtung zum Hoeneß-Verfahren

Eines will ich vorab gestehen: Als alter Mönchengladbacher habe ich so meine Probleme mit dem FC Bayern. In den siebziger Jahren, da konnte unsere Borussia ja noch mit den Münchener Fußballgrößen mithalten, aber dann haben die angefangen, unsere besten Spieler wegzukaufen, selbst wenn die dann wie weiland Kalle del Haye auf der Ersatzbank schmoren mussten. Aber uns haben sie gefehlt. Ohne unsere Mönchengladbacher Jungs wären die Bayern doch nicht die, die sie heute sind, selbst für das Triple brauchten sie als Trainer unseren Jupp. Aber jetzt, wo der Uli Hoeneß nicht mehr Boss der Bayern ist, da berichte ich über seinen Fall ganz objektiv. Na ja, ich versuche es jedenfalls. Wobei ich einräume, an dem Gerichtsverfahren gegen ihn nicht persönlich teilgenommen zu haben und meine Kenntnisse nur aus allgemein zugänglichen Quellen zu beziehen. Da muss also nicht immer alles bis auf´s i-Tüpfelchen stimmen, was ich hier wiedergebe. Aber die grobe Richtung passt.

Ich bin kein glühender Anhänger von Verschwörungstheorien, aber je länger ich über den soeben zu Ende gegangenen Prozess gegen den Ex-Bayern-Präsidenten nachdenke, umso mehr werde ich den Verdacht nicht los, dass wir von den Verfahrensbeteiligten an der Nase herumgeführt worden sind. Zu Vieles ist einfach sonderbar gelaufen und weicht in geradezu abstrusem Ausmaß von den normalen Prozessverläufen in solch einer gewichtigen Causa ab.

Da ist zunächst einmal die große Eile zu nennen, mit der Verfahren trotz mancher angeblich so überraschender und vor allem gravierender neuer Erkenntnisse abgewickelt worden ist. Es war schon ungewöhnlich, dass der spektakuläre Prozess von vornherein auf nur vier Verhandlungstage terminiert worden ist, die dann auch noch unmittelbar hintereinander innerhalb einer Woche absolviert werden sollten ...

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