Immer wieder wichtig: Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage!

Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage: Was Arbeitnehmer zwingend beachten müssen

Das kann man als Arbeitsrechtler nicht oft genug wiederholen: Zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage hat man nur drei Wochen ab Zugang der Kündigung Zeit!

Ist diese Frist verstrichen, so ist die Kündigung wirksam. Und das gilt selbst wenn man gute Chancen gehabt hätte, vor Gericht die Unwirksamkeit der Kündigung geltend zu machen.

Doch wann ist die Kündigung zugegangen?

Natürlich an dem Tag, an dem die Kündigung dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber übergeben worden ist.

Aber was ist, wenn die Kündigung einfach durch einen Boten in den Briefkasten eingeworfen wurde und der Arbeitnehmer die Kündigung erst am nächsten Tag aus dem Briefkasten nimmt oder z.B. im Urlaub war und die Kündigung erst zwei Wochen später aus dem Briefkasten nimmt?

Auch der Einwurf der Kündigung in den Briefkasten reicht grundsätzlich für einen Zugang der Kündigung bei dem Arbeitnehmer aus. Aber wann ist die Kündigung dann zugegangen, an dem Tag an dem der Arbeitnehmer die Kündigung tatsächlich zur Kenntnis nimmt, also aus dem Briefkasten entnimmt oder der Tag des Einwurfs?

Für die Berechnung des Beginns der Frist der Kündigungsschutzklage ist grundsätzlich von dem Tag auszugehen, an welchem der Arbeitnehmer unter gewöhnlichen Umständen, die Möglichkeit zur Kenntnisnahme hat.

Wird das Schreiben am Vormittag eingeworfen, ist in der Regel von einem Zugang der Kündigung an diesem Tag auszugehen, selbst wenn der Briefkasten an diesem Tag vom Arbeitnehmer nicht geleert wurde, weil er z.B. erst am nächsten Tag den Briefkasten leert oder er z.B. im Urlaub war und seine Schreiben deshalb erst zwei Wochen später entnimmt.

Nach § 130 Abs ...

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