Was die Juristen in der 11. KW erheiterte:

Und diese Woche war es natürlich das Steuerstrafverfahren gegen den momentan berühmtesten Bayern, Herrn H.

Als erstes tauchte schon am ersten Tag die Anklageschrift auf. Hier beispielsweise kann man sie nachlesen. Dann folgte der Donnerschlag. Es waren nicht nur 3,5 Mio. Euro, sondern sogar 18,5 Mio. Euro, wie Herr H. selbst gestand. Und das führte sofort zu der Frage, ob da noch überhaupt eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung möglich ist. Aber zeitgleich spekulierte ein anderer Anwalt, dass es gerade wegen des Geständnisses zu einer Bewährungsstrafe kommen könnte, wie Bild berichtete. Aber auch die 18,5 Mio. Euro waren nicht das Ende der Fahnenstange. Wie hier und hier berichtet wurde, erhöhte sich die Summe schließlich auf 27,2 Mio. Euro.

Dann fiel auf, dass es scheinbar zu Unstimmigkeiten zwischen dem Angeklagten und der Verteidigung kam, da tauchten dann schon Fragen auf, wie hier nachzulesen ist. Spekulieren wir doch mal. Sollte das ein Zufall gewesen sein, unabsichtliches Handeln? Oder steckte selbst da eine Strategie dahinter? Herrn H. so zu präsentieren, dass er sich nicht hinter ausgeklügelter Verteidigungsstrategie versteckt, sondern in seinem Bemühen um Ehrlichkeit sogar mit seinem Verteidiger in Konflikt gerät. Hätte das die Richter beeinflussen können? Dann Hut ab, da hatten sie alle auf der Bank guten Schauspielunterricht. Insgesamt wurde gleich zu Anfang des Prozesses ein zwiespältiges Echo bei den Juristen verursacht, auch hier schön beleuchtet.

Und so gab es bereits am ersten Tag hier eine Umfrage zum Ausgang des Prozesses. Und schon nach einem Tag mit über 500 Stimmen kam das Ergebnis: Freiheitsstrafe bis 2 Jahre, aber mit Bewährung.

Übrigens wurde natürlich auch auf diversen Facebookseiten diskutiert. Und es kam die Forderung, dass Herr H. so bestraft werden müsse, wie gewöhnliche Menschen ...

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