Verdacht auf Diebstahl: Arbeitgeber kontrolliert heimlich Mitarbeiter-Spind

Bei einer heimlichen Durchsuchung des Spinds eines Arbeitnehmers handelt es sich um eine schwere Persönlichkeitsverletzung. Selbst wenn sich dadurch ein Diebstahlverdacht bestätigt, hat eine daraufhin folgende fristlose Kündigung keinen Bestand. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden (Az. 2 AZR 546/12). Folgendes hatte sich ereignet: Eine Arbeitgeberin verdächtigte einen Verkäufer des Diebstahls. Daraufhin öffnete sie zusammen mit einem Mitglied des Betriebsrats heimlich den Spind des Arbeitnehmers und fand darin geklaute Ware. Daher erstattete die Arbeitgeberin Strafanzeige, jedoch blieb die daraufhin durchgeführte Wohnungsdurchsuchung sowie eine weitere Kontrolle des Spinds ohne Ergebnis. Dennoch kündigte die Arbeitgeberin ihrem Mitarbeiter fristlos, da das Vertrauen unwiederbringlich zerstört sei. Der Arbeitnehmer aber empfand die heimliche Durchsuchung als unverhältnismäßig und wehrte sich mit einer Kündigungsschutzklage. Wie auch die Vorinstanz gab das Bundesarbeitsgericht dem Kläger Recht ...Zum vollständigen Artikel


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