Schlüsselverlust mit Folgen

Das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig hat mit Urteil vom 13. Februar 2013 entschieden (Az.: 3 U 46/12), dass ein Versicherungsnehmer, der seinen Wohnungsschlüssel unbeaufsichtigt an seinem Arbeitsplatz liegen lässt, keinen Anspruch gegenüber seinem Hausratversicherer hat, wenn der Schlüssel gestohlen und anschließend die Wohnung ausgeräumt wird.

In einer Klinik war der Kläger als Krankenpfleger tätig. Als er während einer Nachtschicht einen einstündigen Rundgang durch die Station machte, ließ er eine Umhängetasche offen im Pausenraum liegen, in welcher sich außer seinen Ausweispapieren auch sein Fahrzeug- und Wohnungsschlüssel befand. Nach seiner Rückkehr war die Tasche gestohlen. Bei seiner Heimkehr nach Hause stellte der Kläger fest, dass der Dieb mithilfe des Originalschlüssels in seine Wohnung eingedrungen war und dort zahlreiche Wertgegenstände gestohlen hatte.

Der Kläger machte den Schaden gegenüber seinem Hausratversicherer geltend. Denn sein Vertrag enthielt eine Klausel, nach welcher bei einem Einbruchdiebstahl auch dann Versicherungsschutz besteht, wenn ein Dieb mithilfe eines Originalschlüssels in die Wohnung gelangt ist, den er zuvor durch Diebstahl an sich gebracht hat ...

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