LG Frankfurt a.M.: Vorauszahlungspflicht des Kunden bei Reisebuchung wettbewerbswidrig

Eine zeitlich unbefristete Vorauszahlungspflicht des Kunden bei Buchung einer Reise benachteiligt den Kunden und ist somit wettbewerbswidrig (LG Frankfurt a.M., Urt. v. 08.01.2014 - Az.: 2-24 O 151/13).

Die Beklagte, ein Flugunternehmen, verwendete in ihren AGB nachfolgende Klausel:

"Die Bezahlung ist bei Buchung in voller Höhe fällig. (...) Da die Bezahlung bei Buchung in voller Höhe fällig ist, erfolgt die Belastung Ihrer Kreditkarte bzw. der Einzug des Flugpreises sofort."

Die Frankfurter Richter stuften dies als wettbewerbswidrig ein.

Bei der Flugreise handle es sich rechtlich gesehen um einen Werkvertrag. Bei einem Werkvertrag sei grundsätzlich der Unternehmer, der den Auftrag ausführe, vorleistungspflichtig. Zwar könne von diesem Grundsatz bei Vorliegen von sachlichen Gründen abgewichen werden, jedoch nicht in dem gewaltigen Umfang wie im vorliegenden Fall ...

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