Rezension Zivilrecht: Gesetzliche Schuldverhältnisse

Staake, Gesetzliche Schuldverhältnisse, 1. Auflage, Springer 2014 Von stud. iur. Andreas Seidel, Göttingen „Braucht die juristische Welt noch ein Lehrbuch zu den gesetzlichen Schuldverhältnissen?“ Diese Frage stellte ich mir, als ich zum ersten Mal von dieser Erstauflage hörte. Unzählige Verfasser haben schon – mehr oder minder erfolgreich – versucht, den Studierenden die gesetzlichen Schuldverhältnisse näher zu bringen. Dabei sind vor allem die Drei-Personen-Verhältnisse, insbesondere im Bereicherungsrecht, und das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis (EBV) von den meisten Studenten gefürchtet und nur von wenigen Autoren verständlich erklärt worden. Dieses Buch, vom akad. Rat Dr. Marco Staake geschrieben, will nun auch seine Dienste anbieten und versuchen, besser zu sein als seine Vorgänger. Der Autor bringt durch seinen fast noch jugendlichen Charme (Staakeist Jahrgang 1978), zumindest im Vergleich zu anderen Autoren von Lehrbüchern, erhebliche Frische in das Lesen. Der Verfasser hat schon auf den ersten Blick eine Besonderheit in dieses Buch gebracht. Neben den gesetzlichen Schuldverhältnissen (Bereicherungsrecht, GoA und Deliktsrecht) führt er auch Besitz und Besitzschutz, das oben genannte EBV und den Erbschaftsanspruch sowie den Fund ein. Diese doch ungewöhnliche Zusammenstellung erklärt er in seinem Vorwort damit, dass diese Ansprüche häufig ineinander verzahnt sind. Diese Verschränkung bzw. dieses Zwischenspiel zwischen diesen verschiedenen Anspruchsarten, die eher im Sachenrecht bzw. im Erbrecht verortet werden, ist praktisch zweifellos gegeben. Im Hauptstudium oder aber spätestens in der Vorbereitung auf das erste Staatsexamen sind „grenzüberschreitende Kenntnisse“ von einem Rechtsgebiet in das andere unverzichtbar ...Zum vollständigen Artikel


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