LAG Hessen: Fristlose Kündigung wegen Datenlöschung

Das hessische Landesarbeitsgericht (LAG Hessen) hat mit nun veröffentlichtem Urteil vom 5. August 2013 (Az. 7 Sa 1060/10) entschieden, dass eine umfangreiche Löschung von Daten eine fristlose Kündigung rechtfertigt. In dem zugrunde liegenden Rechtsstreit war der Kläger bei der Beklagten, einem Unternehmen der EDV-Branche in Frankfurt, seit dem 1. Januar 2009 als Account-Manager angestellt. Nach den Ermittlungen eines gerichtlichen Sachverständigen hat der Kläger an zwei Terminen im Juni 2009 ca. 80 Dateien und darüber hinaus weitere 347 Objekte, u.a. E-Mails, Aufgaben und Termine, von seinem Benutzer-Account gelöscht. Laufende Verhandlungen der Parteien um die Abänderung bzw. Aufhebung seines Arbeitsvertrages waren der Hintergrund für die vom Kläger durchgeführten Löschungen. Die Beklagte entdeckte die Löschungen kurze Zeit später und kündigte dem Kläger daraufhin fristlos und hilfsweise ordentlich. Eine Abmahnung hatte die Beklagte zuvor nicht ausgesprochen ...

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