Unfall durch Tritt in eine rostige Schraube?

Das Oberlandesgericht Köln hat mit Urteil vom 21. September 2012 entschieden (Az.: 20 U 116/12), dass ein Versicherter, der in eine Schraube getreten ist, und Leistungen seines privaten Unfallversicherers beansprucht, beweisen muss, dass es sich bei dem Vorfall nicht nur um eine geringfügige Hautverletzung im Sinne der Versicherungs-Bedingungen gehandelt hat.

Für sich und seine Ehefrau hatte der Kläger bei dem beklagten Versicherer eine private Unfallversicherung abgeschlossen. Im Mai 2009 war seine Frau in eine rostige Schraube getreten, die sich in den Fuß gebohrt hatte. Infolge der Verletzung entwickelte sich eine Infektion, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung des Fußes führte.

Der deswegen in Anspruch genommene Unfallversicherer verweigerte die Leistungsübernahme und begründete dies damit, dass der Dauerschaden auf eine lediglich geringfügige Haut- bzw. Schleimhautverletzung zurückzuführen sei. Die Folgen derartiger Verletzungen seien aber bedingungsgemäß grundsätzlich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Vor Gericht erlitt der Versicherte eine Niederlage ...

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