Keine Brustvergrößerung auf Kassenkosten bei Körbchengröße A

Körbchengröße A ist auch für intersexuelle, sich als Frau fühlende Menschen angemessen, bei denen das Geschlecht nicht eindeutig zugeordnet werden kann. Es besteht kein Anspruch auf eine Brustvergrößerung auf Kosten der Krankenkassen, urteilte am Dienstag, 04.03.2014, das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 1 KR 69/12 R). Die Kasseler Richter wiesen damit die Klage einer intersexuellen Frau aus dem Raum Regensburg ab.

Bei intersexuellen Menschen kann nach der Geburt das Geschlecht nicht eindeutig bestimmt werden. So verfügt die sich als Frau fühlende Klägerin zwar über einen männlichen Chromosomensatz, aufgrund einer genetisch bedingten sogenannten Biosynthesestörung wurde jedoch nie das männliche Sexualhormon Testosteron gebildet. Dies führte dazu, dass die Klägerin seit ihrer Geburt äußerlich aussieht, wie eine Frau: Sie hat eine Scheide und eine Brust mit BH-Körbchengröße A bis B, die Eierstöcke und die Gebärmutter fehlen jedoch.

Um sich dennoch als „richtige“ Frau fühlen zu können, wollte die Klägerin ihre Brust vergrößern lassen. Ihre bereits vorhandene Brust hielt sie nicht für ausreichend. Bei der AOK Bayern beantragte sie daher die Kostenübernahme für eine Brustvergrößerung. Sie fühle sich als Frau, habe aber wegen ihrer kleinen Brust große Probleme in der Identitätsfindung.

Doch die Krankenkasse weigerte sich, zu zahlen. Leide die Klägerin an psychischen Problemen aufgrund ihrer Intersexualität, könne sie eine Psychotherapie beanspruchen ...

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