Deutscher Krankenhausmarkt: Monopolisierung – oder qualitätsfokussierter Wettbewerb?

Nach der Übernahme von 40 Rhön-Kliniken durch den Fresenius-Konzern ist die Fresenius-Tochter Helios die größte Klinikkette Deutschlands.

Zu dem Kranken­hauskonzern gehören jetzt 110 Kliniken in Deutschland und 47 medizinische Versor­gungszentren.

Nicht nur das, sondern auch Äusserungen des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Helios Kliniken GmbH werden nicht wenige Unikliniken und andere Krankenhäuser als Seitenhiebe wahrnehmen, die über rote Zahlen klagen und bessere Finanzierungen einfordern. Auf die durchaus nicht unproblematischen Folgen der Pläne habe ich bereits vor rund 2 Jahren hier hingewiesen.

Der Vorsitzende der Geschäfts­führung der Helios Kliniken GmbH, Francesco De Meo teilt mit, man habe vier Millionen Patienten im Jahr, 68.000 Mitarbeiter und fünf Milliarden Euro Umsatz.

Seiner Auffassung nach gebe es auch nicht etwa zu wenig Geld für die Kliniken, sondern zu viele Krankenhäuser. Beim „Aussortieren“ von überzähligen Krankenhäusern sollte es ihm zufolge um die Qualität gehen, die schlechten Häuser müssten geschlossen werden, nicht die guten.

Helios selbst plane keinen größeren Stellenabbau, man habe keine Hauptverwaltung übernommen, daher gebe es auf der Ebene keine Doppel­strukturen. Auch bei den Kliniken selbst sei kein konkreter Bedarf für Stellenabbau zu erkennen. Stellenabbau solle es daher nur „über die Zeit, in kleinem Maße“, geben. De Meo betonte in dem Interview Mit der FAZ betonte er die Bedeutung der Qualitätsausrichtung von Kliniken. Der Wettbewerb unter den deutschen Kliniken werde über die Qualität entschieden, zu deren Messung gebe es

„ganz einfache Zahlen wie die Sterblichkeit, zum Beispiel bei Schlaganfällen. Oder die Beatmungszeiten“.

In den meisten Kliniken werde zu lange beatmet. Helios messe und veröffentliche seit Jahren die Ergebnisqualität.

Das Bundeskartellamt hatte am 20.2 ...

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