Die Reform des Verkehrszentralregisters zum 1. Mai 2014

Zum 1. Mai 2014 tritt eine grundlegende Änderung bei der Erfassung von Verkehrsstraftaten und Verkehrsordnungswidrigkeiten ein. Die Bußgelder werden teilweise deutlich erhöht. Die Fahrerlaubnis wird bereits bei Erreichen von 8 Punkten entzogen. Viele Kraftfahrer fürchten bereits das Schlimmste. Doch was steckt wirklich hinter der Reform?

Richtig ist, dass die Bußgelder teilweise deutlich erhöht werden. So werden bei einem Vorfahrt- oder Rotlichtverstoß zukünftig 70 € anstelle von 50 € fällig. Bei einer Gefährdung von Fußgängern sind zukünftig 60 € anstelle von 40 € fällig. Gleiches gilt für ein Bußgeld im Zusammenhang mit der Winterreifenpflicht. Dies hängt damit zusammen, dass die Eintragungsgrenze im Verkehrszentralregister (in Zukunft: Fahreignungsregister) von bislang 40 € auf zukünftig 60 € erhöht wird. Andererseits werden aber zukünftig nur noch solche Verkehrsverstöße in das Fahreignungsregister eingetragen, die die Verkehrssicherheit gefährden. Einige Delikte, die bislang zu Eintragungen führten, wie das Einfahren in eine Umweltzone ohne die erforderliche Plakette, Verstöße gegen Kennzeichenpflichten oder einer Fahrtenbuchauflage führen zwar zu einem höheren Bußgeld, nicht aber zur Eintragung von Punkten.

Grundlegend geändert ist auch das Punktesystem. Wurden für eine Verkehrsordnungswidrigkeit bislang bis zu 4 Punkte und für eine Verkehrsstraftat 5 bzw. 7 Punkte eingetragen, so gilt in Zukunft, dass eine Verkehrsordnungswidrigkeit grundsätzlich mit einem Punkt zu Buche schlägt, in den Fällen, in denen ein Regelfahrverbot vorgesehen ist, also im Wesentlichen erhebliche Geschwindigkeits- und Abstandsverstöße, qualifizierte Rotlichtverstöße sowie ein Verstoß gegen die 0,5 Promille-Grenze werden zukünftig 2 Punkte eingetragen. Ebenfalls 2 Punkte werden für die meisten Verkehrsstraftaten eingetragen, geht die Verurteilung mit der Entziehung der Fahrerlaubnis einher, so sind hiermit 3 Punkte verbunden ...

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