Arzthaftung bei falsch zusammengestelltem OP-Team 09-03-14

Im vorliegenden Fall verzichtete die Klinik, die einen Tumor operativ entfernen lassen wollte, darauf einen Viszeralchirurgen, d.h. einen Spezialisten für Operrationen an den Eingeweiden mit in das Operationsteam aufzunehmen. Dies war aber erforderlich, weil der Tumor mit dem Darm verwachsen war. Stattdessen war (nur) ein plastischer Chirurg anwesend. Bei der Operation kam es zu starken Blutungen, als das Team versuchte, den Tumor vom Darm abzulösen. Die Operation musste ohne Ergebnis abgebrochen werden. Nicht einmal eine histologische Sicherung einer Gewebeprobe des Tumors erfolgte. Die Ärzte befürworteten dann eine Chemotherapie, die aber wegen des Fehlens einer Histologie wenig erfolgversprechend gewesen wäre. Die Patientin entschloss sich daher zu einem Behandlerwechsel.

Erst die operative Behandlung in einem anderen Krankenhaus unter Hinzuziehung eines entsprechenden Spezialisten führte zu der erfolgreichen Entfernung des Tumors.

Im Ergebnis kam es in der Verhandlung vor dem Landgericht Freiburg (AZ.: 6 O 480/10) am 8.2.2012 zu einem Vergleich, wonach die Beklagten der Klägerin ein Schmerzensgeld von EUR 6 ...

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